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„Wertloses Stück Dreck“: Ski-Star Shiffrin macht Olympiahass öffentlich

Cortina (Italien) – Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina konnte Mikaela Shiffrin (30) ihren Peking-Fluch endlich überwinden und holte sich Gold im Slalom. Dennoch musste die US-amerikanische Skirennläuferin gerade aus ihrer Heimat während des Großereignisses viel Hass ertragen. Nun hat sie einige der widerlichen Nachrichten öffentlich geteilt.

Ein User schrieb beispielsweise unter ein Video mit der 30-Jährigen: „Du bist ein verdammter Witz! [...] Du wertloses Stück Dreck.“ Ein weiterer kommentierte: „Bleib in Italien, Schlampe.“

Ein dritter Nutzer äußerte sich spöttisch: „Es wäre so traurig, wenn du dich verletzt und nie wieder Ski fährst … aber nicht!“ Zahlreiche weitere Beleidigungen und Nachrichten wünschten Shiffrin bei den Spielen sportlichen Misserfolg.

Den negativen Kommentaren gingen eine Pressekonferenz voraus, in der die Wintersportlerin zur aktuellen politischen Situation in den USA und zu Donald Trump (79) befragt wurde.

Die in Colorado geborene Olympiasiegerin sprach sich daraufhin für Vielfalt und Inklusion aus und zitierte dabei den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela.

„Frieden bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, in dem wir alle gedeihen können“, erklärte Shiffrin damals.

In den USA stieß ihre versöhnliche Haltung jedoch nicht nur auf Zustimmung. So lautete etwa ein weiterer Kommentar: „Schäm dich, du Verräterin.“

Ihr Team teilte inzwischen mit, dass Shiffrin während ihres Aufenthalts in Italien von den Hassnachrichten nichts mitbekommen habe und die betreffenden Beiträge bereits der Plattform gemeldet worden seien.

Gemeinsam mit dem Account ihres Podcasts „What’s the Point“ bezog Shiffrin nun dennoch Stellung.

„Obwohl die meisten nie selbst olympischen Sport erlebt haben, üben sie Kritik an den Athleten. Sie reißen sie herunter, zerreißen und erniedrigen sie“, erklärten die fünffache Gesamtweltcupsiegerin und ihr Team.

Die Sportler jagen mit Rasierklingen an den Füßen in atemberaubendem Tempo die Pisten hinunter und stehen dabei unter enormem Druck und grellem Scheinwerferlicht, doch „manchmal vergessen wir, dass Athleten auch Menschen sind“, hieß es weiter.

Sportlich steht Shiffrin ohnehin außer Frage: Die Ski-Queen führt vor der Deutschen Emma Aicher (22) und steht kurz davor, ihren sechsten Gesamtweltcup zu gewinnen.